Österreichischer Touristenklub

Weigl-Warte

Chronik

Die Sektion Rossatz des Österreichischen Alpenklubs, welche sich am 12. Februar 1881 gründete, errichtete gleich im Frühjahr desselben Jahres den „Sandl-Turm“, eine ungefähr zehn Meter hohe hölzerne Aussichtswarte, die gedeckt war und daher gleichzeitig die Funktion eines Schutzhauses übernahm.

Als sich 1892 die ÖAK-Sektion auflöste, wurde der Aussichtsturm ins Eigentum des Österreichischer Touristenklubs übertragen. Die Warte war so baufällig, daß man sich entschloß, einen sechzehn Meter hohen Steinbau zu errichten.

Am 8. September 1901 konnte die von Baumeister Josef Utz errichtete Warte in Anwesenheit von mehr als zweitausend Festgästen feierlich eröffnet werden. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren des 1. Vorstandes der ÖTK-Sektion Krems-Stein. Die Errichtung des steinernen Turmes kostete 8600 Kronen.

Nach dem 1.Weltkrieg dauerte es bis zum Jahre 1925, bis eine restlose Wiederherstellung gelang.

In den siebziger Jahren diente die Warte als Amateurfunkstation bzw. als Meßstation der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Im übrigen dient sie als Trägerin eines Kataster-Triangulierungspunktes 1. Ordnung des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen.

Wegen Schäden an der Plattform mußte die Warte 1990 gesperrt werden und konnte nach erfolgter Generalrenovierung, bei der die gesamte Plattform abgetragen und neu errichtet wurde, am 22. März 1993 feierlch wiedereröffnet werden. Seit diesem Zeitpunkt ist die Warte wegen des optimalen Standortes auch Funkstation der EVN (Energie-Versorgung Niederösterreich).

Hinweise

Name:
Nach August Weigl (geb. 28.8.1845, gest. 5.2.1914), ehemaliger Vorstand der ÖTK-Sektion Krems-Stein; Ehrenbürger der Städte Krems u. Stein.
Standort:
Sandl (723 m) in der Wachau.
Planquadrat:
BMN 6803-8664-2a
Gemeinde:
Stadtgemeinde Dürnstein / NÖ.
Betreuung:
ÖTK-Zentrale Wien.
Öffnung:
Gegen Entrichtung einer kleinen Eintrittsgebühr ganzjährig zugänglich. Bei Schönwetter ist in der Zeit von Ostern bis Allerheiligen an Sonn- und Feiertagen ein Betreuer auf der Warte anzutreffen, ansonsten ist der Schlüssel für die Warte beim „Sandlbauer“ erhältlich.
Stempelhinterlegung:
Bei Familie Ettenauer - vulgo „Sandlbauer“ (Tel.: 02732/41254).
Raststätte:
Keine.
Kartenmaterial:
FB(50): 071, FB(35): 5071, ÖK(50, 25V): 37, K(50): 207.
Bahnstation:
Krems (Fpl.-Nr. 112, 810, 811, 820).
Busstation:
Sandlbauer (Fpl.-Nr. 1424).
Zufahrt:
Bis zum Sandlbauer, Parkmöglichkeit bei der Hofabzweigung in der Straßenkurve.
Zustieg:
Vom Sandlbauer in ¼ Stunde.