Österreichischer Touristenklub

Habsburg-Warte

Chronik

Bereits ab dem Jahre 1877 betreute der Österreichische Touristenklub ein hölzernes Aussichtsgerüst auf dem Hermannskogel.

Am 15. März 1883 faßte der Zentralausschuß des ÖTK den Baubeschluß für eine als Steinbau auszuführende Warte. In der Audienz am 23. Juni 1884 genehmigte Kaiser Franz Joseph I. den Namen Habsburg-Warte für das Bauwerk.

Im Jahre 1888 kam es dann nach Plänen von Baurat Architekt Franz Ritter von Neumann jun. und unter der technischen Bauleitung von Stadtbauamts-Ingenieur Josef Buschek zur Bauausführung durch Baumeister Carl Höllerl aus Nußdorf. Die feierliche Schlußsteinlegung erfolgte am 19. Nov. 1888, dem Namenstag Kaiserin Elisabeths.

Nachdem die Innenausstattung der Warte vollendet war, konnte diese am 6. Oktober 1889 in Anwesenheit von Erzherzog Carl Ludwig (Bruder Kaiser Franz Josephs und Protektor des ÖTK) und Prälat Ubald Kostersitz vom Stift Klosterneuburg feierlich eröffnet werden. Letztgenannter nahm auch die Benediktion der Warte vor.

Im Jahre 1938 mußte die Warte zwangsweise in "Hermannskogelwarte" umbenannt werden. Im Jahre 1945 erhielt sie einen schweren Artillerietreffer, bei dem die Säulenloggia im 1. Stock des Bauwerks zerstört wurde; ab 1947 war sie aber wieder benützbar.

Im Jahre 1960 errichtete die NIOGAS (heute EVN) ein Funk- und Fernmeßstelle in und auf der Warte. Mit Bescheid von 13.9.1972 stellte das Bundesdenkmalamt die Habsburg-Warte unter Schutz. Am 8.10.1974 faßte der Zentralausschuß des ÖTK den Beschluß, ab sofort nur mehr den Namen "Habsburg-Warte" anstelle der seit 1938 üblichen Bezeichnung "Hermannskogelwarte" zu verwenden.

Hinweise

Name:
Nach dem Fürstengeschlecht der Habsburger, Kaiser von Österreich.
Standort:
Hermannskogel (542 m) im Wienerwald.
Planquadrat:
BMN 7802-4648-3d
Gemeinde:
Wien - 19. Bezirk.
Betreuung:
ÖTK-Zentrale Wien.
Öffnung:
Gegen Entrichtung einer kleinen Eintrittsgebühr (70 Cent, Kinder bis 14 Jahre nur in Begleitung ihrer Eltern kostenlos) von Anfang April bis Ende Oktober, an Samstagen von 13 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Für Gruppen oder Schulklassen bieten wir gegen vorherige Anmeldung in der ÖTK-Kanzlei (Tel.: 01/51238 44) und Zahlung einer Pauschalgebühr eine Öffnung zu allen Zeiten.
Stempelhinterlegung:
In der Warte.
Raststätte:
Wh. Jägerwiese (Tel.: 01/ 44 13 00), Fischer-Haus (Tel.: 01/44 13 20), Grüß di a Gott Wirt (Tel.: 01/4420 62); Öffnungszeiten jeweils erfragen.
Kartenmaterial:
FB(50): 011, FB(50)-WWA 4, ÖK(50, 25V): 40, ÖK(50): GK Wien-Umg., K(35): 208, 209.
Fahrplanhinweis:
Städtische Autbuslinie 38A von Wien-Heiligenstadt bis Haltestelle Cobenzel; Städtische Autobuslinie 39A von Wien-Heiligenstadt bis Endstelle Sievering.
Zufahrt:
Bis zum Parkplatz Rohrerwiese der Wr. Höhenstraße.
Zustieg:
Von der Rohrerwiese 1/2 Stunde, vom Cobenzl 1 Stunde, von Sievering oder Weidling jeweils 1 1/2 Stunden.